Der Innenstadtverein Aalen City aktiv (ACA) feiert in diesem Jahr seinen 20. Geburtstag. In dieser Zeit hat sich in der City einiges bewegt und zum Positiven gewandelt, wie Oberbürgermeister Thilo Rentschler zusammen mit den bisherigen sowie dem aktuellen Vorsitzenden und Citymanager Reinhard Skusa in einem Pressegespräch berichtete.

Die Geburtsstunde des Innenstadtvereins liegt im Jahr 2000, als aus „Aalens aktiven Fachgeschäften“ (AAF) der Verein „Aalen City aktiv“ wird, in dem alle Akteure der Innenstadt zusammenkommen. „Dazu gehören neben dem Handel und der Gastronomie auch Hausbesitzer, Dienstleister und die Stadt“, erzählt der derzeitige Vorsitzende Josef Funk. Bis heute gehören die Themen Beratung und Motivation der Mitglieder, Steigerung der Attraktivität und Aufenthaltsqualität sowie Vernetzung der einzelnen Akteure zu den wichtigsten Aufgaben. Über die Jahre sind die Mitgliedszahlen von 60 auf über 300 gestiegen, was für die erfolgreiche Arbeit spricht. „Das Wir-Gefühl und der Zusammenhalt der Mitglieder war von Anfang an da und ist bis heute geblieben“, berichtet Horst Uhl, der die ersten zwölf Jahre Vorsitzender des Vereins war.

OB Thilo Rentschler betont, wie wichtig eine lebendige Innenstadt sei. „Die vergangenen Corona-Monate haben uns gezeigt, wie eine tote Innenstadt aussehen kann. Ich bin sehr dankbar dafür, dass der ACA die Innenstadt durch jahrelange Arbeit gestärkt hat. So wird Kaufkraft gebunden. Ziel ist, weiterhin Brachflächen zu entwickeln und keinen Trading-Down-Effekt entstehen zu lassen. Gemeinsam wollen wir alles in die Waagschale werfen, um unsere City attraktiv zu halten“, sagt OB Rentschler. Als Beispiel nennt der OB das Zehn-Punkte-Programm für eine attraktive Innenstadt. 

Die gute Zusammenarbeit mit der Stadt und dem jeweiligen Oberbürgermeister war für Dr. Eberhard Schwerdtner, Vorgänger von Josef Funk, immer sehr wichtig. “Wir wollen alle das Beste für die Stadt und das schaffen wir nur mit einem guten Miteinander.“ Einzigartige Meilensteine, wie zum Beispiel die Öffnung des Cityrings, Einführung der „Netten Toilette“, oder auch die Erhöhung der Sitzplätze im Außengastronomiebereich von 300 auf über 3000 kann sich der ACA auf die Fahnen schreiben. Ein weiteres Erfolgskonzept war 2014 die Umstellung der Papiergutscheine auf die City Star Karte. Der Gutschein ist in über 50 Betrieben der Innenstadt einlösbar und eignet sich perfekt als Geschenk. „So werden jährlich zwei Millionen Euro Kaufkraft an die Stadt gebunden – künftig sollen es noch mehr sein“, betont Citymanager Reinhard Skusa.

In den vergangenen 20 Jahren wurde die ein oder andere „verrückte Idee“ gedacht. Nicht jede wurde dabei umgesetzt, jedoch erinnere man sich an die absurden und witzigen Geschichten am besten, erzählt Reinhard Skusa mit einem Schmunzeln. Zu den erfolgreichsten Aktionen gehört in jedem Fall die Sommeraktion, die jedes Jahr über acht Wochen die Innenstadt zu einem bestimmten Thema schmückt, wie auch aktuell die „Aalen City blüht“ Aktion.

Auch die neueste Kampagne „Verliebt in Aalen“ soll zu einer „Lieblingsaktion“ werden und die Vorteile einer Innenstadt zeigen. Die bisher 100 Liegestühle erfreuen sich einer so großen Beliebtheit, dass der ACA nochmals 150 weitere nachgeordert hat.